Etikettenschwindel "Rentenberater"?

Mittwoch, den 28. April 2010 um 14:51 Uhr

Etikettenschwindel „Rentenberater"?

Ein aufschlussreiches Inserat in der CBN

Es sieht aus wie eine gute Berufschance. In den letzten Ausgaben der Costa Blanca Nachrichten (CBN) findet sich ein Stellenangebot, das dringende Fragen nach der Seriosität aufwirft. Eine deutsche Gesellschaft sucht „Rentenberater" zur Einarbeitung in Deutschland oder Spanien und bietet Fixum, Firmenwagen und Provision. Das klingt gut, aber überhaupt nicht nach „Rentenberater". Diese Berufsbezeichnung ist nämlich geschützt und darf nur von gerichtlich zugelassenen Personen benutzt werden. Zugelassene Rentenberater sind an das Rechtsberatungsvergütungsgesetz gebunden und dürfen keine Provisionen kassieren. Sie werden auch nicht „eingearbeitet", sondern benötigen eine solide Ausbildung, werden in ein öffentliches Register eingetragen und stehen unter behördlicher Aufsicht. Es sieht also mal wieder ganz danach aus, als wollte man Verkäufern von Geldanlagen einen schönen Namen geben, um damit das Vertrauen zu nutzen, das echte Rentenberater tatsächlich verdienen. Dieser offensichtliche Etikettenschwindel wirft natürlich weitere Fragen nach einer Geldanlage auf, deren Vertrieb solche Tricks nötig hat. Nach näherer Betrachtung dieser Geldanlage bestätigt sich der fragwürdige Eindruck. Wer also eine Stelle sucht und sich durch das Inserat angesprochen fühlt, sollte sich sorgfältig informieren. Sonst drohen nicht nur Rufschäden sondern auch finanzielle Verluste. Für „Berater" und Anleger.

Share this post

Kommentare

Name *
E-Mail (nur für Administratoren einsehbar)
Code   
ChronoComments by Joomla Professional Solutions
Kommentar abschicken
 
aktuell20-rechts
steuer-buch
resiflex-rechts